Digitalisierung? Aber bitte mit System!

Donnerstag, 24. Januar 2019 - Digitalisierung im Bildungsbereich

Jan 24

Bereits vor einigen Wochen hat Lena in ihrem Gastbeitrag eine Einführung zum Thema Digitalisierung speziell im Bildungsbereich gegeben und kritisch den Fortschritt von Digitalisierung an deutschen Schulen in Frage gestellt.

Digitalisierung im Bildungsbereich kann die Ausrüstung von Schülern oder Lehrkräften betreffen. Beide Varianten sollten am Ende den Schülern zu Gute kommen, indem sie eine bessere Ausbildung erhalten. Der Ansatz ist jedoch unterschiedlich.

Digitalisierung mit System

Das eine Digitalisierung nötig ist, wird nur noch selten in Frage gestellt. Eine effiziente Ausbildung der Schüler erfordert auch zeitgemäße digitale Lehr- und Lernsettings. [1] Das „Wie?“ ist noch zu klären: Umsetzung, Umfang und Anknüpfungspunkte führen immer noch zu großen Diskussionen.

Bitte nicht blind drauf los digitalisieren!

Digitalisierung verspricht mehr Übersicht, Effizienz und Sicherheit. Durch die Verarbeitung von reinen Daten und Fakten sind digitale Lösungen schneller als analoge. [2]

Aber nicht alles muss digitalisiert werden: Wer einfach blind drauf los digitalisiert, läuft Gefahr, dem Reiz der Technik zu erliegen und Probleme lösen zu wollen, die es gar nicht gibt.

Ist Digitalisierung immer zielführend?

Kritiker betonen, dass die Komplexität digitaler Tools Dynamik und Flexibilität verschlechtern. Auch die Pflege und Organisation einiger Tools ist sehr zeitaufwändig, sodass durch das Handling ein Mehraufwand entsteht. Digitale Lösungen sind oft auch zunächst teurer und nicht so einfach zu bedienen, wie analoge bekannte Methoden.

Diese Argumente befürworten die weniger technikaffinen Menschen und Gegnern der Digitalisierung. Für Prozesswissen sind analoge Methoden nachgewiesener Weise die bessere Wahl. Wenn es darum geht, zu vermitteln, wie etwas gemacht wird, lernen Menschen am besten durch Imitation, Vertrauen und Übung, welche nur analog zu erreichen sind. [3]

Digitale Kommunikation hingegen bietet keine Zwischentöne und eine verminderte Wahrnehmung von Emotionen. Diese Kompetenzen werden in Zukunft aber erwartet, genauso wie konzentriertes Lesen und ein gutes Gedächtnis. Es sind gerade diese vordigitalen Fähigkeiten, die Künstlichen Intelligenzen nicht beigebracht werden können. [4]

Keine ausreichende Einführung bei neuen Maßnahmen

Jede Einführung eines neuen Systems, egal ob analog oder digital, erfordert auch immer eine Eingewöhnungszeit und Fortbildung der Nutzer. Für die Schulen bedeutet das eine Operation am offenen Herzen, denn der reguläre Schulalltag läuft weiter und es gibt wenig Freiräume für innerschulische Lehrkräftefortbildungen. [5] Es ist ein hoher Aufwand den Unterricht neu zu strukturieren. Die Technikskepsis, Unsicherheiten und Veränderungsängste bei Lehrkräften sind einer mangelnden Einführung und Begleitung geschuldet.

Diese Hemmnisse müssen erkannt und aktiv angegangen werden, um Schulen nachhaltig bei der Digitalisierung zu helfen. Unsicherheiten müssen durch ausführliche Schulungen beseitigt werden. So kann sicherer Umgang mit digitalen Arbeitsmaterialien geschaffen und  erwartungsvolle Neugier auf neue Möglichkeiten geweckt werden. Nordrhein-Westfalen zum Beispiel bereitet bereits werdende Lehrer auf den digitalen Wandel vor, indem die Prüfungen für Lehramtsreferendare ab 2019 auch den Nachweis digitaler Fähigkeiten beinhalten werden. [6]

Digitalisierung nicht als Selbstzweck

Als wichtigster Aspekt sollte vor der Anschaffung von Hard- und Software genau hinterfragt werden, welche Fähigkeiten mit den neuen Medien geschult werden sollen. Welcher Zweck wird damit verfolgt und welcher pädagogische Mehrwert ergibt sich daraus? Mit diesen Fragestellungen wird das Hauptziel der Vereinfachung und Verbesserung des Lehrens und Lernens verfolgt. Die Vorteile können gezielt geprüft und eine gute Balance aus analogen und digitalen Werkzeugen, je nach Sinnhaftigkeit, gefunden werden. Digitalisierung darf nicht nur Selbstzweck sein, sondern muss der Pädagogik dienen.

„Ich finde, dass man Medien nicht nur um des Nutzens Willen benutzen sollte, sondern wirklich nur, wenn es sinnvoll ist.“
– Julius, Sekundarstufe 2, Gymnasium [7]

„Entscheidend für den Lehrerfolg bleibt die Persönlichkeit des Lehrers“
– Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes [8]

Diese beiden Aussagen verdeutlichen noch einmal das Ziel: Lehrerfolg. Ob dieser besser mit analogen oder digitalen Hilfsmitteln erreicht werden kann, muss im Einzelnen geprüft werden, um eine ausgewogene und sinnvolle Palette an Methoden zu erstellen.

Checkliste für sinnvolle Digitalisierung

Erfahrungen aus erster Hand bei TEGO.CLASS

Wir bei TEGO.CLASS erleben diese Herausforderungen aus erster Hand. Wir bieten mit der Software einen Beitrag zur Digitalisierung in Schulen an und kümmern uns täglich um die Bedenken der Lehrkräfte. Wie zuvor beschrieben, sollte vor jeder Anschaffung genauestens geprüft werden, welcher Mehrwert entsteht und inwiefern es zu einer verbesserten Lern- und Lehrsituation beiträgt.

Mach unseren Test und finde heraus, ob sich eure Vorhaben in Sachen Digitalisierung in Zukunft auszahlen werden!

Checkliste

8 Fragen für eine sinnvolle Digitalisierung

Christina Dyck

Christina ist unser kreativer Kopf im Büro. Sie hat Mediendesign studiert (B.A) und anschließend absolvierte Sie ihren Master of Arts in Gestaltung mit den Schwerpunkten Kommunikationsdesign und Grafikdesign.

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